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Vom Allheilmittel der Indianer zum Hausmittel gegen Blasenentzündungen.

Fächerübergreifender Unterricht und Projektarbeit sind zu einem festen Bestandteil moderner Pädagogik geworden. Mit unserem Cranberry Schulprojekt möchten wir Sie bei der vielfältigen Gestaltung Ihres Unterrichts unterstützen. Cranberries bieten dafür zahlreiche Möglichkeiten: Im Rahmen eines Amerika-Projekts ab Klasse 8 oder spielerisch in der Grundschule können Ihre Schüler Aspekte rund um die herb-fruchtige Beere erarbeiten.

Im Cranberry-Unterrichts-Set haben wir zahlreiche Informationen für Sie zusammengetragen. Auf diesen Seiten bieten wir Ihnen die Möglichkeit, ergänzende Materialien und Arbeitsblätter für Ihren Unterricht herunterzuladen.

Ihr Unterricht lässt sich auf diese Weise vielseitig aufbauen: Greifen Sie Einzelaspekte heraus oder gestalten Sie in Zusammenarbeit mit Ihren Kollegen eine Unterrichtssequenz projektartig.

Einen Link zu den Lösungsblättern können Sie direkt unter info@mk-2.com erfragen. Bitte geben Sie dafür möglichst eine E-Mail-Adresse der Schule an, für die Sie tätig sind. So können wir sicher sein, dass der Link nicht an die Schüler weitergegeben wird.

Die ergänzenden Materialien und Arbeitsblätter als PDF zum downloaden finden Sie in den jeweiligen Rubriken.

PDF-Arbeitsblätter-Englisch

Gesundheit

Cranberries und Cranberry-Produkte wirken sich auf verschiedene Weise positiv auf die Gesundheit aus.

Bereits in der Vergangenheit haben die Ureinwohner Amerikas Cranberries genutzt, um eine Vielzahl an Leiden – von einfachen Bauchschmerzen bis hin zu Schmerzen, die vermutlich auf Krebserkrankungen basierten – zu lindern.

Heute liefern Wissenschaftler zuverlässige Beweise, dass Cranberries nicht nur gesunde, kalorienarme Früchte sind, sondern dass sie auch eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von Harnwegsinfektionen und der Reduktion von Zahnfleischentzündungen spielen. Untersuchungen haben ergeben, dass Cranberries im Vergleich zu anderen Früchten sehr viele antioxidativ wirkende Bestandteile enthalten.

Antioxidantien schützen die Körperzellen vor dem Angriff freier Radikale, die als Nebenprodukt von Stoffwechselprozessen oder durch Belastungen von außen (Nikotin, UV-Strahlung, Alkohol usw.) im Körper entstehen.

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Ernährung

Cranberries gelten als sehr gesunde Früchte. Sie enthalten kein Cholesterin, kein Fett und haben einen geringen Natriumgehalt.

Cranberries liefern Vitamin C und Ballaststoffe. Sie sind reich an Polyphenolen, welche für die intensive rote Farbe der Beeren sorgen.

Diese sekundären Pflanzenstoffen wirken antioxidativ, d.h. sie schwächen die Wirkung freier Radikaler ab und wirken so einer Schädigung der Körperzellen entgegen. Die Cranberry ist eine der vielseitigsten Früchte, die in vielen Rezepten als Snacks, in Saucen, Gebäck, Desserts oder Getränken verwendet wird.

Im Handel werden angeboten: frische Beeren (von Oktober bis Januar), gefrorene Beeren, Cranberry-Saft, Saftmischungen, Saftkonzentrate, Gelee und Saucen, getrocknete Beeren und zu Pulver gemahlene Beeren.

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Biologie

Die großfruchtige Moosbeere kommt ursprünglich in den Hochmooren des nordöstlichen Nordamerikas vor.

Die Cranberry unterscheidet sich von den anderen Vacciniumarten durch vierzählige Blüten mit zurückgeschlagenen Kronblättern. Es sind ca. 175 Sorten bekannt, wobei die meisten Auslesen aus Wildvorkommen sind. Die vier im Anbau wichtigsten Sorten („the big four“) sind: Early Black, Howes, Mc Farlin, Searles (Jumbo).

Cranberries bevorzugen ausschließlich saure Moorböden und ein Klima mit milden Wintern und feuchtkühlen Sommern. Eine symbiotische Beziehung mit Mycorrhizapilzen ermöglicht ihnen das Wachstum auf den sauren Böden. Die Beerenentwicklung benötigt je nach Sorte zwischen 75 und 100 Tagen, somit setzt die Reife im September / Oktober ein. Das Fruchtfleisch ist fest, knackig und recht sauer. Das in den Cranberries enthaltene Vitamin C liegt bei 7,5 – 10,5 mg / 100 g frischer Früchte.

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Geschichte

Die Geschichte der Cranberries ist eng verbunden mit den Ureinwohnern Nordamerikas, aber auch mit der ersten Besiedlung durch die Pilgrim Fathers, die 1620 mit der Mayflower an der Küste von Cap Cod in Neu England landeten.

Da sie lange lagerfähig und gut zu transportieren sind, gehörten die Beeren schon damals zum Reiseproviant nomadisierender Indianer, Trapper und Forscher. Sie schätzen die Beeren auch, da sie dank des Vitamin C-Gehaltes die gefürchtete Mangelkrankheit Skorbut vorbeugen. Damit sind Cranberries ein Teil der Entdeckungsgeschichte Nordamerikas.

Der Name „Cranberry“ stammt von den Pilgrim Fathers. Sie lernten die Beeren und ihre vielseitige Verwendbarkeit durch die Indianer vom Stamm der Wampanoags kennen. Die schlanke, pinkfarbene Cranberry-Blüte erinnerte die Siedler an den Kopf und den Schnabel eines Kranichs, daher nannten sie die Beere „Crane Berry“, was später zu Cranberry verkürzt wurde.

Cranberries wurden schon seit 1000 Jahren von verschiedenen Indianerstämmen gesammelt. Sie verwendeten den daraus gewonnenen Farbstoff für rituelle Zwecke und behandelten Wunden mit Cranberry-Saft. Die Medizinmänner stellten Umschläge aus den Beeren her und zogen damit das Gift aus Pfeilwunden.

Doch die Indianer nutzten die Beere nicht nur zu medizinischen Zwecken. Cranberries gehörten zur alltäglichen Ernährung. Sie aßen die frischen Früchte, tranken den Saft und verarbeiteten die Beeren zu Pemican. Diese Paste aus getrocknetem Rehfleisch, Fett, wilden Zwiebeln und Cranberries ist sehr haltbar, wiegt nur einen Bruchteil der Ausgangsprodukte und hat einen hohen Nährstoff- und Vitamingehalt. Damit war es ein hervorragendes Lebensmittel für lange Reisen und für den Winter. Da es mit kochendem Wasser zu einer Art Suppe zubereitet werden konnte, halten es manche Wissenschaftler für die erste „Instantsuppe“. Noch heute wird ein pemmicanähnliches Produkt für Extremexpeditionen verwendet.

Später übernahmen europäische Siedler die Zubereitungsweisen von Speisen mit Cranberries und fanden in den Beeren wertvolle Tauschobjekte. Amerikanische Walfänger, Seereisende und die amerikanische Marine nahmen immer einen Vorrat an Cranberries auf ihren Schiffen mit, um sich vor Skorbut zu schützen. Erst im 19. Jahrhundert gelang es Henry Hall, den Anbau von Cranberries zu kultivieren. Heute gehören sie neben der Blueberry und der Concord Grape zu einer der drei kommerziell angebauten Fruchtsorten, die in Nordamerika beheimatet sind. 1871 gründeten die Cranberry-Farmer in Amerika den ersten Verband. Heute ernten sie jährlich auf fast 16.000 ha Anbaufläche über 277.000 Tonnen Cranberries.

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Geografie

Cranberries bieten einen interessanten Einblick in einen speziellen Bereich der nordamerikanischen Landwirtschaft.

Die vielseitig verwendbaren, roten Beeren werden im Norden der Vereinigten Staaten angebaut. Die Regionen in den Bundesstaaten Wisconsin, Washington, New Jersey, Oregon und Massachusetts bieten exakt die Bedingungen, unter denen die Cranberries am besten gedeihen: sandige Böden, reichlich frisches Wasser und eine Wachstumsperiode von Mai bis Oktober.

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